Faktencheck: Neues Schwimmbad sichert das Schulschwimmen nachhaltig

Fotos: Stadtwerke Bonn / 4a Architekten

Wir wollen an dieser Stelle einmal die zukünftige Situation des Schulschwimmens unter den Rahmenbedingungen des neuen Wasserlandbades darstellen. Diese Fakten wollen wir Ihnen nicht vorenthalten, denn vielfach werden andere Behauptungen zum Schulschwimmen gestreut!


Durch das Wasserlandbad wird die Bonner Bäderlandschaft dauerhaft gestärkt. Neben dem Wasserlandbad wird es auch in Zukunft folgende weitere 13 Hallen-, Frei- und Schulschwimmbäder geben:

  • Hardtbergbad als Kombibad
  • Beueler Bütt
  • Hallenbad im Sportpark Nord
  • Schulschwimmbäder in folgenden Schulen: Konrad-Adenauer-Gymnasium, Bodelschwinghschule, Derletalschule, Rheinschule und Ludwig-Richter-Schule
  • Ennertbad
  • Freibad Friesdorf
  • Panoramabad Rüngsdorf
  • Römerbad
  • Melbbad

Die Aufrechterhaltung dieser dezentralen Bäderlandschaft hat der Rat der Stadt Bonn in sei­ner Sitzung am 22.09.2016 beschlossen.

Wenn in diesen Tagen behauptet wird, dass mit der Eröffnung des Wasserlandbades die Schließung weiterer  Bäder zu befürchten sei, entspricht dies nicht den Tatsachen.

Alle Bäder-  einschließlich der Lehrschwimmbecken- sollen dauerhaft für das Schulschwimmen erhalten bleiben. Aber die Bestandsbäder müssen schrittweise saniert und modernisiert werden. Mit dem neuen Wasserlandbad wird es einen er­heblichen  Zuwachs an Wasserflächen in Bonn geben, die es ermöglicht, die zu erwartenden sanierungsbedingten Schließzeiten der übrigen Bäder zu kompensieren. Ohne das neue Was­serlandbad kann über Jahre hinaus der Schulschwimmunterricht nicht in dem erforderlichen Umfang durchgeführt werden.

Das Vorhalten einer ausreichenden Wasserfläche für das Schulschwimmen ist für die Stadt Bonn als Schulträgerin eine gesetzliche Pflichtaufgabe. ln diesem Schuljahr standen aufgrund der technisch bedingten Schließung der Beueler Bütt und einiger Schul­schwimmbäder leider keine ausreichenden Kapazitäten zur Verfügung. Trotz intensiver Be­mühungen, im Umland von Bonn Wasserflächen für das Schulschwimmen anzumieten, konnte die Stadt nicht allen Schulen im abgelaufenen Schuljahr die zur Erfüllung des Lehrplanmäßigen Angebots notwendigen Wasserflächen zur Verfügung stellen.

Diese Situation wird sich im neuen Schuljahr mit der Wiederinbetriebnahme der Beueler Bütt und zusätzlicher Kapazitäten durch die Traglufthalle über dem Freibad Friesdorf verbessern.

Ein erfolgreicher Bürgerentscheid und damit ein Stopp der Planungen für das Wasserlandbad hätten  zur Folge, dass den Bonner Schulen auf unabsehbare Zeit keine ausreichenden Wasserflächen für das Schulschwimmen zur Verfügung gestellt werden könnten.


Linktipp: Fragen und Antworten zum Neuen Schwimmbad (FAQ)


Für das Schulschwimmen gibt es Szenarien, wie das Schulschwimmen im Wasserlandbad organisiert werden könnte. ln einer Minimalvariante könnten 5 Klassen pro Stunde parallel unterrichtet werden, bei einer optimalen Belegung wäre ein paralleler Unterricht von 9 Klassen möglich.  Bei einem maximalen Betrieb könnten sogar phasenweise bis zu 11 Klassen parallel unterrichtet werden. Damit würde es mit Hilfe des Wasserlandbades möglich sein, ausgehend von 8 Unterrichtsstunden täglich, zwischen 40 und 88 Stunden Schulschwimmen dort anzubieten. Diese erhebliche Spannbreite ist deshalb möglich, weil das Wasserlandbad über ein Schul- und Vereinsschwimmbecken, ein Mehrzweckbecken sowie drei kleinere Multifunktionsbecken verfügen wird.

Die in den letzten Tagen öffentlich geäußerte Behauptung, dass einige Schulen im Norden und Süden Bonns künftig keinen Schwimmunterricht mehr anbieten werden, entspricht  nicht den Tatsachen.

Die Schulen im Bonner Norden sollen künftig überwiegend  das Schwimmbad im Sportpark Nord nutzen. Für die Schulen im Bonner Süden stehen insbesondere die Lehrschwimmbecken im Kon­rad-Adenauer-Gymnasium (nach dessen Wiederherstellung) und in der Bodelschwinghschule zur Verfügung.  Es besteht keinesfalls die Absicht, dass alle Schulen im Wasserlandbad künftig ihren Schulschwimmunterricht abhalten sollen.

Link: Weitere ausführliche Informationen zum Schulschwimmen