Wann ist der Baubeginn?

Der Baubeginn für das Wasserlandbad ist im Dezember 2018 vorgesehen.

Wann ist der geplante Einweihungstermin?

Das Wasserlandbad soll im Jahr 2020 eröffnet werden.

Wie ist der aktuelle Stand?

Derzeit werden die Entwurfs- und Genehmigungsplanung, die Baubeschreibung sowie das Leistungsverzeichnis des Bauvorhabens erstellt und das Bebauungsplanverfahren fortgeführt. Am 20. März 2018 hat der Rat der Stadt Bonn die notwendigen Beschlüsse zum Flächennutzungsplan gefasst. Außerdem wird die Ausschreibung der Bauleistungen vorbereitet.

Alle vertraglichen und baulichen Schritte, die unumkehrbar wären, werden zurückgestellt, weil derzeit ein Bürgerbegehren gegen die Realisierung des Wasserlandbades läuft.

Wer trägt das finanzielle Risiko, wenn das neue Schwimmbad teurer wird als geplant?

 Variante 1:

Die Stadt Bonn gewährt den Stadtwerken einen Kredit in Höhe von bis zu 60 Mio. Euro. Wenn das neue Schwimmbad teurer wird als geplant, müsste die Stadt den Kreditrahmen erhöhen, was zu einem Anstieg des jährlichen Zuschussbedarfs der Stadt führen würde.

Sofern vor Baubeginn ein Anstieg der Kosten prognostiziert werden würde, müsste erneut ein Ratsbeschluss eingeholt werden. Hierdurch sollen unverhältnismäßige Kostensteigerungen, wie bspw. bei dem WCCB-Projekt oder der Beethovenhalle, verhindert werden.

Variante 2:

Die Leistungen für die Errichtung des Schwimmbads werden einem Ausschreibungsverfahren unterzogen. Sollte sich als Ergebnis der Ausschreibung ein höherer Investitionsbedarf ergeben, als in der Planung vorgesehen, ist gemäß Ratsbeschluss vom 14.12.2017 eine erneuet Ratsbeschluss einzuholen. Konkret heißt es:

„Sollten sich im Zuge der Ausschreibungen für den Bau und die Finanzierung wesentliche Änderungen oder grundsätzlich neue Erkenntnisse zum Zuschussbedarf oder zum Businesscase ergeben, hat der Rat hierüber erneut zu beschließen.“

Was kostet das neue Bad den Steuerzahler?

Der städtische Zuschussbedarf für das neue Schwimmbad liegt bei 2,89 Millionen Euro. Eine Sanierung von Franken- und Kurfürstenbad (inkl. Sanierung der Sauna, ohne Anbau einer Lehrschwimmhalle) mit Sanierungsbeginn im Jahr 2019, würde zu einem Zuschussbedarf von 3,94 Millionen Euro führen. Die Sanierung der beiden Bestandsbäder würde somit zu einer städtische Mehrbelastung von 1,05 Millionen Euro führen und geht zudem mit einem niedrigen Angebot für die Besucherinnen und Besucher einher.

Wer trägt das finanzielle Risiko, wenn die erwarteten Besucherzahlen ausbleiben?

Das finanzielle Risiko trägt die Stadt. Wenn die sehr zurückhaltend prognostizierten Besucherzahlen ausbleiben, steigt der jährliche Zuschussbedarf der Stadt. Dies wäre auch bei einem weiteren Betrieb von Kurfürstenbad und Frankenbad der Fall: weniger Besucher, bedeuten grundsätzlich einen höheren Zuschussbedarf.  Durch einen professionellen Badbetrieb, welcher durch erfahrenes und qualifiziertes Personal gewährleistet wird, können im Falle ausbleibender Besucherzahlen, jederzeit Gegensteuerungsmaßnahmen ergriffen werden. Hierunter fällt bspw. die professionelle Vermarktung von Kursangeboten.

Wie kann ein Neubau mit ca. 60 Mio. Euro günstiger sein als eine Sanierung von Frankenbad und Kurfürstenbad?

Für das Neue Schwimmbad ist eine Gesamtinvestition ist in Höhe 60,2 Millionen Euro geplant. Der niedrigere Zuschussbedarf bei dem Neubau des Wasserland-Bades gegenüber der Sanierung von Franken- und Kurfürstenbad resultiert im Wesentlichen durch die Steuereffekte die durch die Stadtwerke Bonn im Rahmen des steuerlichen Querverbundes erzielt werden können. Eine Sanierung von Franken- und Kurfürstenbad bei fortlaufendem Betrieb durch das Sport- und Bäderamt ermöglicht nicht das Konstrukt des steuerlichen Querverbundes.

Was ist in den Projektkosten von 60 Millionen Euro enthalten?

Für das Neue Schwimmbad ist eine Gesamtinvestition ist in Höhe 60,2 Millionen Euro geplant. Darin enthalten sind Kosten für Grundstück, Erschließung, Grundstück, Erschließung, Stellplatzanlage, Versickerung, Bodensanierung, für Baukosten Gründung, Rohbau, Fassade, Dach, Umkleiden, Saunen, Rutschen, Technische Gebäudeausrüstung, Hubböden, Außenanlagen, Möblierung, für Architekt, Fachplaner, steuerliche und juristische Beratungen, Bauleitplanung, Wettbewerb, Projektentwicklung, interne Kosten des Bauherren, Vorlaufkosten, sonstige Nebenkosten, Generalunternehmerzuschlag sowie für die Zwischenfinanzierung des Bauprojekts aber auch für Unvorhergesehenes und eine Marktpreisindexierung.

Wie hoch ist die Belastung für den Bonner Haushalt?

Der jährliche Zuschussbedarf für das Wasserland ist mit 2,89 Millionen Euro kalkuliert. Für den Kredit von 60 Millionen Euro entstehen der Stadt keine Kosten, da die Stadtwerke den jährlichen Schuldendienst übernehmen. Die Stadt erhält von den Stadtwerken sogar eine Avalprovision für das Darlehen. Im Gegenzug entfallen die Betriebskosten für die Bestandsbäder Kurfürstenbad und Frankenbad.

Wer trägt die Kosten?

Die Frage ist sehr unspezifisch und daher nicht eindeutig zu beantworten.

Warum sind die Eintrittspreise höher kalkuliert als bisher in städtischen Bädern?

Das Wasserland-Bad wird gegenüber der bisherigen Bäderlandschafts Bonn über ein deutlich breiteres und attraktiveres Angebot verfügen. Neben der Möglichkeit im Rahmen des Sprinttarifs für den selben Preis wie in den übrigen Bonner Hallenbädern, „seine Bahnen zu ziehen“, können die Besucherinnen und Besucher zudem an Kursen teilnehmen oder den naturnahen Saunabereich nutzen. Für die Kinder und Jugendlichen stehen Planschbecken und Rutschen bereit, die einen abwechslungsreichen Badespaß garantieren.

Wie können sich sozial schwächere Familien einen Besuch im neuen Schwimmbad leisten?

Inhaber des Bonn-Ausweises werden das neue Schwimmbad mit einem 50% Preisnachlass nutzen können. Das Eintrittspreis-Modell orientiert sich mit dem Sprinttarif (75 min.) für 4 Euro für einen Erwachsenen/ 2,50 Euro mit Ermäßigung am derzeitigem Eintrittspreis der Bonner Bäder. Gleichzeitig gibt es einen Familientarif von 22 Euro pro Tag, der vergleichbar mit den Bädern in der Region ist.

Haben die Preiserhöhungen der SWB etwas mit dem neuen Schwimmbad zu tun?

Nein. Die Strompreiserhöhung zum 1.April 2018 geht auf die gestiegenen Strombeschaffungskosten und Netzentgelte zurück.

Gibt es andere sportliche Projekte/Planungen der Stadt, die wegen des Baus zurückgestellt werden?

Nein.