O-Töne zur Schwimmbaddiskussion

© 4a Architekten

Bernd Seibert (Geschäftsführer Stadtsportbund Bonn) am 6. Juni 2018: „Bonn hat keine Zeit mehr, die jahrzehntelange Debatte um die Bäder mit immer neuen Wendungen fortzusetzen. Jetzt muss eine Lösung her.“ Es ist bekannt, dass die Lösung auf dem Tisch liegt. Gemeinsam erarbeitet unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, der Schulen sowie der schwimmsporttreibenden Vereine in Bonn. Wer den Neubau des Familien-, Schul- und Sportschwimmbads in Dottendorf jetzt verhindert, der darf sich nicht wundern und schon gar nicht die Verantwortung wieder von sich schieben, wenn in Bonn in zwei Jahren gar kein öffentliches Hallenbad mehr geöffnet hat. Wenn das Thema für die Schwimmer und für die vielen Schülerinnen und Schüler, die dann auf dem Trockenen sitzen, nicht so Ernst wäre, könnte man über die abenteuerlichen Vorschläge, die jetzt neu auf dem Tisch liegen, fast lachen. Abriss und Neubau des Kurfürstenbades – um den rechtsgültigen Bürgerentscheid von 2016 zu umgehen – kann das wirklich noch Ernst gemeint sein? Und vor allem mit der Begründung, Sanierung im Bestand birgt ein erhebliches Risiko. Um gleichzeitig aber an der Sanierung des denkmalgeschützten Frankenbades festzuhalten. Mir fehlen die Worte.“


Ute Pilger (Vorsitzende des Stadtschwimmverbandes Bonn) am 5. Juni 2018:

„Initiativen verteilt Badbroschüre

Wie kann es sein, dass eine Initiative für alle Bonner Haushalte die amtliche Abstimmungshefte bestellen kann? Woher haben sie die Information, dass dies auch von jedem Haushalt gewünscht ist?

Ist die ganze Geschichte nicht nur ein PR-Gag auf Kosten der Bonner Steuerzahler.  Denn natürlich findet man kein Wort darüber, dass die Initiativen neben der Verteilung auch die Druckkosten übernehmen. So werden sich zu den bereits veranschlagten 300.000 Euro Kosten für die Durchführung des Bürgerentscheides noch einmal 120.000 Euro Druckkosten für die Abstimmungshefte addieren. Dieses Geld wäre z.B. in der Sanierung der Bonner Freibäder viel besser angelegt.

Die Verwaltung muss sicherstellen, dass jeder Bonner Haushalt selber entscheiden kann, ob er die Broschüre zugestellt haben möchte oder nicht.  Dies ist völlig unabhängig ob die Frage im Bürgerentscheid mit Ja oder Nein beantwortet wird.“

© Stadtwerke Bonn

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